Aktuelle Tipps für Schuldner

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Immobilienkredit jetzt kündigen

Die für viele Immobilieneigentümer günstige Möglichkeit sich von unliebsamen Darlehensverträgen mit hohen Zinssätzen zu lösen, wird bald der Vergangenheit angehören. Am 21.03.2016 tritt nach aller Wahrscheinlichkeit eine Gesetzesänderung in Kraft, nach welcher eine Kündigung der meisten Altverträge nur noch bis zum 21.06.2016 möglich sein wird. Der bei vielen Kreditnehmern beliebte Widerrufsjoker hätte damit für diese Baufinanzierungen ein Ende.

 

Es wird daher Zeit, Ihre Kreditverträge genauestens auf die Möglichkeit eines Widerrufs zu prüfen. Der Bundesgerichtshof sowie die Oberlandesgerichte haben in diversen Entscheidungen die Rechte der Verbraucher gestärkt und vielen von den Banken und Sparkassen verwendete Klauseln als unzulässig eingestuft. Die Chance für eine rechtmäßigen Widerruf dieser Immobiliendarlehen ist damit hoch.

 

Ein solcher Widerruf sollte jedoch nicht unvorbereitet erfolgen. Akzeptiert die Bank Ihren Widerruf muss das Darlehen binnen eines Monats zurückgezahlt werden. Wer das Geld nicht verfügbar hat, sollte sich daher frühzeitig um eine entsprechende Finanzierung bemühen. Es häufen sich außerdem die Berichte, dass Banken eine falschverstandene Solidarität untereinander praktizieren: Wurde ein Darlehen wegen eines Widerrufs bei der Bank A beendet, weigert sich auch Bank B ein neuen Finanzierung einzugehen.

 

Auch hier profitieren Sie daher von den Leistungen des Schuldner-Kontor.de Rechtsanwalt Torben Hoffmann prüft für Sie rechtsverbindliche die Voraussetzungen eines Widerrufs des jeweiligen Darlehensvertrages und übt für Sie den Widerruf gegenüber der Bank oder Sparkasse aus. Finanzierungsberater Walter Klaerding nutzt das in 30 Jahren gewachsene Finanzierungsnetzwerk, um für Sie eine neues Darlehen mit günstigen Konditionen zu beschaffen. Selbstverständlich führen wir sämtliche Verhandlungen mit der bisherigen sowie mit der neuen Bank für Sie.

Auch Darlehen können verjähren

Nach der Kündigung eines Darlehensvertrages hat die Bank einen Anspruch auf Rückzahlung des gesamten noch offenen Darlehensbetrages. Häufig wird gestritten, ob zusätzlich eine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen ist oder nicht. Was leider oft übersehen wird ist, dass auch dieser Rückzahlungsanspruch der Verjährung unterliegt: Früher waren es 30 Jahre, seit der letzten Schuldrechtsreform im Jahr 2001 sind es nur noch 3 Jahre.

 

Eine Ausnahme für Verbraucherdarlehen ist jedoch sehr versteckt in § 497 III BGB geregelt. Hiernach wird die Verjährung gehemmt, wenn die Bank den Kreditnehmer in Verzug gesetzt hat. In einem solchen Fall wird die Verjährung um zehn Jahre ausgesetzt.

 

Auf deutsch heißt dass Folgendes: Hat die Bank lediglich die Kündigung ausgesprochen und vielleicht auch noch zur Rückzahlung innerhalb einer bestimmten Frist aufgefordert, ansonsten aber keine Mahnung nach Ablauf der Frist geschickt, ist der Anspruch auf Rückzahlung nach 3 Jahren verjährt und der Kreditnehmer muss nichts mehr zahlen. Hat die Bank noch eine Mahnung geschickt und den Kreditnehmer damit in Verzug gesetzt, verlängert sich diese dreijährige Verjährung um weitere 10 Jahre.

Nach Widerruf des Darlehens - Was kann ich von der Bank fordern

Das Thema Widerruf von Darlehensverträgen ist derzeit in aller Munde. Unzählige Artikel beschäftigen sich damit, wann eine Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist und damit widerrufen werden kann. Einigkeit besteht auch darin, dass eine Vorfälligkeitsentschädigung im Falle eines erfolgreichen Widerrufs nicht gezahlt werden muss. Aber was ist eigentlich mit der Vergangenheit? Welche Zinsen durfte die Bank berechnen?

 

Häufig lässt sich auch hier eine Menge Geld sparen:

 

Bei einem Verbraucherdarlehen, das durch ein Grundpfandrecht (Grundschuld, Hypothek) gesichert ist, können Darlehensnehmer erreichen, dass sie für die Vergangenheit weniger als den im Darlehensvertrag seinerzeit vereinbarten Sollzins zahlen müssen. Etwas kompliziert ausgedrückt ist dieses in § 357a BGB geregelt:

 

"Ist das Darlehen durch ein Grundpfandrecht gesichert, kann nachgewiesen werden, dass der Wert des Gebrauchsvorteils niedriger war als der vereinbarte Sollzins. In diesem Fall ist nur der niedrigere Betrag (Anmerkung: und nicht der Sollzins) geschuldet"

 

Lag zum Zeitpunkt des Kreditabschlusses der marktübliche Zins niedriger als derjenige der konkret in dem Darlehensvertrag aufgeführt ist, kann der Kreditnehmer die Differenz zurückverlangen. Die Zahlungen der Vergangenheit müssen damit neu auf Tilgung und Zinsen verteilt werden. Dieses führt dazu, dass der Anteil an der Tilgung aufgrund der niedrigeren Zinsen steigt und damit die Restsumme des Darlehens sinkt. Hierbei können schnell einige tausend Euro über eine womöglich lange Laufzeit des Kredites herauskommen.